Chronik - Turnen
 

Turnen und Gymnastik in der TSV

 
   
     
 

Turnen und Gymnastik nimmt im sportlichen Leben der Turn- und Sportvereinigung einen großen Raum ein. Daran können sich Mitglieder allen Alters beteiligen. Es fängt damit an, dass Kinder im Alter von 1 ½ bis 4 Jahre beim Klein-kinderturnen – Mutter-Kind-Turnen – mitmachen können. Die nächste Stufe ist das Kinderturnen und umfasst die Kinder von etwa vier bis sechs Jahren – bis zum schulpflichtigen Alter. Dann folgen die Schülergruppen, die sich etwa so staffeln, dass Sechs- bis Achtjährige, Neun- bis Elfjährige und ab Zwölfjährige zusammen turnen. Aus diesen Schülergruppen heraus wird mit besonders guten Turnern im Leistungsturnen weitergemacht.

Darüber hinaus bietet die Turnabteilung Aerobic-Sport für recht fitte und aktive Sportler und die Gymnastik-Kurse mit den an die Teilnehmer ange-passten Anforderungen. So gibt es Gruppen, die ihrem Körper mehr Anstrengung abverlangen können und wollen und andere, wo Tempo und Leistung nicht so hoch geschraubt wer-den. Alle Altersgruppen, ob Frauen oder Männer, fin-den eine ihnen genehme Gruppe.
 
 

Der Verein bietet die Kurse und Übungsstunden in verschiedenen Sportstätten an, so dass Sportwillige keine weiten Wege auf sich nehmen müssen. Die Sportstätten befinden sich – im Norden von Beuel angefangen

- in Schwarz-Rheindorf in der vereinseigenen Turnhalle, Stiftsstraße 8
- in der Turnhalle der Josefschule, Friedrich-Breuer-Straße/Agnesstraße
- in der Sporthalle der Realschule Beuel, Neustraße
- im Gymnastikraum des Hallenbades Beuel, Goetheallee und im Beueler Süden
- in der Ennerthalle, Pützchensweg

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An verschiedenen Tagen besteht für die Sportler die Möglichkeit, Schwimmen und Gymnastik miteinander zu verbinden, und zwar in der Schwimmhalle Beuel.

In den letzten Jahren ist zunehmend der Gesund-heitssport mit ins Programm der TSV aufgenommen worden. Im Angebot vertreten sind z. B.

- Wirbelsäulen- und Bandscheibengymnastik
- Body-Workout
- Fitneßgymnastik
- Aquajogging
- Wassergymnastik

Es werden auch Kurse angeboten, an denen Nichtmitglieder teilnehmen können.

Der Turnsport in der TSV dient im Allgemeinen der eigenen Fitness und dem Spaß. Doch präsentiert sich die TSV mit seinen Turnern gelegentlich auch nach außen. So nehmen Mitglieder an Veranstaltungen wie Promenadenfest in Beuel, Familienfest in der Rheinaue und ähnlichem teil.

Es ist schon Tradition, dass einige Turnerinnen und Turner an dem alle paar Jahre stattfindenden Deutschen Turnfest teilnehmen.

So war es:

1968 in Berlin
1973 in Stuttgart
1978 in Hannover
1983 in Frankfurt
1987 in Berlin
1990 in Bochum und Dortmund
1994 in Hamburg
1998 in München
2002 in Leipzig

Für die Teilnehmer ist dies etwas ganz Besonderes. In den Jahren dazwischen wird noch an Landes- und Stadt-Sportveranstaltungen, sowie an dem Vereinssportfest teilgenommen.

 

Turnen – Anno 1987 – 1997

.... doch bis hier hin ein weitere Weg – auch für die Entwicklung des Kinderturnens und des Mutter-Kind-Turnens:

„Anno 1897. Vor einem Jahr, im Jahre 1986, wurden die ersten neuzeitlichen Olympischen Spiele in Athen veranstaltet. Die Athleten stellten sich den Prinzipien – dem Leistungsprinzip, dem Konkurrenzprinzip, dem Rekordprinzip und des waren Kunstturnwettbewerbe.“

Prinzipien, die mit der Pädagogischen Zielsetzung des Turnens konkurrierten. Diese Zielsetzung des Turnens, getragen vom Wirken „Turnvater“ Friedrich Ludwig Jahn (1778 – 1852) war die körperliche Ausbildung zu gehobenen Ansprüchen für das am ganzheitlichen Menschenbild orientierte Erziehungsideal. Es sollte mehr sein als die dürftigen Ansätze der schulischen Leibeserziehung. Denn die Leibeserziehung in den Schulen war nur in den Höheren Schulen für Buben zulässig. Turnen für Frauen und Mädchen – Fehlanzeige. Erst später entwickelte sich das Frauen- und Mädchenturnen und damit auch das Turnen für Kleinkinder und Mutter-Kind-Turnen.

Wenige Jahre später – wir haben Anno 1906 – brachte Hermann Ohnsesorge zum Ausdruck, dass das Turnen mit Kleinkindern auf volkstümliche Grundlagen zu stellen sei. Unter Kleinkinderturnen verstand er das Turnen mit Kindern von 2 bis 4 Jahren. Das Kleinkinderturnen wurde zu dieser Zeit jedoch stark vernachlässigt. Doch sollte schon jedem einleuchten, dass Versäumnisse in der körperlichen Entwicklung in diesem Lebensalter später bei der immer größer werdenden Inanspruchnahme des Kindes nur schwer aufzuholen sind. Das erste Übungsbuch – Anno 1937 – war geschrieben. Besonders interessant war ein Übungsbuch für das Mutter-Kind-Turnen.

Von diesem Zeitpunkt an entwickelte sich dieses Turnen in rascher Weise in den Vereinen zu einer neuen Übungseinheit. Die Entwicklung des Turnens für Kindern, sowie Mutter-Kind-Turnen war geboren. Es wurden wieder mehr und vielseitige Spieleinheiten in die Übungseinheiten aufgenommen. Einen historischen Höhepunkt der Entwicklung von Mutter-Kind-Turnen war dann der 1. Weltkongress für Leibes- und Sporterziehung 1966 in Madrid. Hier erhielt das Kleinkinderturnen und das Mutter-Kind-Turnen einen offiziellen Auftritt.

Anno 1997, Mutter-Kind-Turnen und Kinderturnen haben sich fest etabliert. Die TSV bietet ein vielseitiges Angebot vom Mutter-Kind-Turnen bis hin zum Leistungsturnen – und das über vier Sportstätten verteilt – in Beueler Stadtteilen an.

Kleinkinderturnen

Im Jahre 1963 nahm Lieselotte Beckert das Kleinkinderturnen im Beueler Turnverein als Übungsleiterin auf. Hier wurde eine Lücke geschlossen und auf Anhieb zeigte sich eine erfreulich starke Beteiligung.

Kleinkinder im Alter von drei bis sechs Jahren wurden fachgerecht betreut. In ganz kurzer Zeit wuchs die Beteiligung am Kleinkinderturnen auf 60 Kinder an.

Den Kleinkindern sollte – außer dem dem Alter angemessenen Turnen und Spielen – ein Stück Selbstvertrauen gegeben werden und es sollte möglichen Haltungsschäden vorgebeugt werden.

Kinderturnen

Darüber, dass Marlene Modigell ihre Kinder zum Mutter-Kind-Turnen schickte, lernte sie die TSV näher kennen und trat selbst der Sportvereinigung bei. Nachdem sie zunächst nur Gymnastik betrieb, interessierte sie sich auch für den Kinderturnbetrieb. Wenn eine Urlaubsvertretung nötig war, sprang sie ein und übernahm sehr bald die Leitung von Kindergruppen in der Realschule Beuel. 1978 erwarb sie den Übungsleiterschein.

Das Kinderturnen fand großen Zuspruch, so dass viele Gruppen gebildet werden mussten. Bei der Durchführung der Übungsstunden fand sie fleißige Helferinnen in Andrea Nowak, Andrea Schlechtingen, Heike Elsanowski. In der Halle Ennertschule in Küdinghoven wurden die Kinder von Cilly Wesse und in der Turnhalle in Schwarz-Rheindorf von Christa Turnwald betreut. Nach zehn Jahren gab Marlene Modigell das Kinderturnen ab.


Leistungsriege der TSV

Die Leistungsriege besteht in der Turn- und Sportvereinigung seit vielen Jahren. Sie soll Kindern die Möglichkeit bieten, über das normale turnerische Maß des Durchschnitts hinaus Aktivitäten zu entwickeln.

Zur Zeit befinden sich die Gruppe von Mädchen zwischen sieben und vierzehn Jahren in einem Neuaufbau. Die Vorbereitungen zur Teilnahme an Wettkämpfen laufen bereits und es ist zu verzeichnen, dass die Mädchen interessiert bei der Sache sind.


43 Jahre  Dienstagsriege in Schwarz-Rheindorf
1954 – 1997

42 Jahre unter der Leitung der kürzlich verstorbenen Änne Fischer. Ihr Motto „Jeder wie er kann“ soll uns in ihrem Sinne weiterleiten.

In dieser Zeit haben wir gelernt, uns mit regelmäßiger Gymnastik fit zu halten. Karnevalistisches Turnen, Maibowle, Kesselkuchen, jeder Geburtstag, ob rund oder normal, wird gefeiert. Solche Geselligkeiten erhalten die Freundschaft.

Ist die Halle wegen der Ferien geschlossen, dann heißt es unverdrossen: „Raus in die Natur; Fahrradtour“.

„Nix is um söns“
kein trainierter Körper,
kein fröhlich Gemüt,
keine ausgeglichen Seele.
Um all das zu erreichen,
zu erhalten und zu genießen,
kämpft die Dienstagsriege.
Nie kam auf Verdruss,
ob mit oder ohne Alkoholgenuss.
Wir sperren Straßen ab, per Polizei,
um zu tanzen bei der Geburtstagsfeierei.
Werden beim Promenadenfest noch Akteure gebraucht:
Nicht verzagen die Dienstagsriege fragen.
So soll’s auch in Zukunft bleiben.“

 

Frauenturnen in Küdinghoven

Im Oktober 1969 hat der Beueler Turnverein sein turnerisches Angebot auf den Beueler Süden ausgedehnt. Er bot in der Ennerthalle Turnen für Kinder und Erwachsene an.

Unter der Leitung von Lisa Grüner wurde für Frauen mit einer Turn- und Gymnastikgruppe begonnen, die schon bald von Lisa Frick übernommen wurde. Mit einer kleinen Anzahl von Teilnehmerinnen begann es. nach einem Aufwärmtraining wurden gymnastische Übungen gemacht und zum Schluss an Geräten geturnt oder Ballspiele betrieben. Schon nach wenigen Jahren stieg die Teilnehmerzahl so stark an, dass die Gruppe geteilt werden musste und sogar noch eine dritte hinzukam.

So ist es bis heute geblieben. Viele Turnerinnen halten ihrer Gruppe schon viele Jahre die Treue. Das Durchschnittsalter stieg an und nach und nach viel das Geräteturnen weg. Die Gymnastik wird heute – dem allgemeine Trend folgend – unter dem gesundheitlichen Aspekt betrieben. Zum Abschluss des Sportabends wird mit großer Begeisterung Volleyball gespielt.

Nach mehreren Wechseln der Übungsleiterinnen betreuen uns – die Mittwochsgruppe – schon seit vielen Jahren Christa Turnwald und Karin Dall.

Neben dem Sport kommt auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Aus der Gruppe heraus wird zu Karneval ein Kostüm entwickelt und angefertigt, mit dem dann eine Gruppe von 25 – 30 Frauen am Beueler Weiberfastnachtszug und dem Liküra-Zug teilnimmt. In diesem Jahr konnte die Gruppe ein kleines Jubiläum feiern: Sie ist im Beueler Weiberfastnachtszug seit 25 Jahren dabei. Weiter im Jahr ist fester Bestandteil, dass die Turnerinnen an der Christi-Himmelfahrts-Wanderung teilnehmen, sich nach dem letzten Übungsabend vor den großen Ferien zu einem gemütlichen Beisammen sein treffen, in den Ferien jeden Mittwoch eine Fahrradtour unternehmen, nach den Ferien einen Jahresausflug machen und zum Schluss des Jahres ein adventliches Beisammen sein, teilweise verbunden mit einem Theaterbesuch, organisieren.

Aerobic in der TSV im 15. Jahr

Nach wie vor aktuelle und damit eine der mitgliederstärksten Gruppen in der TSV.

1972 wurde aus der Gruppe rhythmische Gymnastik auf Anregung des 1989 verstorbenen 2. Vorsitzenden Hermann Düppers eine Aerobic-Gruppe gegründet. Die Leitung übernahm Claudia Brandt (inzwischen verheiratete van Kalkeren).

Die Stunden erfreuten sich stets wachsender Beliebtheit, so dass man schon bald in größere Hallen wechselte. Dem Alter der Teilnehmer(innen) sind keine Grenzen gesetzt; es bewegen sich zwischen 14 Jahre und über 60 Jahre, wobei man hier anmerken muss, dass gerade die „Älteren“ schon viele Jahre aktiv sind und regelmäßig die Stunden besuchen.

Um im Sinne eines Breitensport-Vereins ein Angebot für (fast) Jedermann (und –frau) zu bieten, ist die Abteilung mittlerweile in verschiedene Gruppen aufgeteilt und zusätzliche Trainer und Übungsleiter schaffen vielfältige Möglichkeiten, sich fit zu halten.

Die Aerobic-Gruppe umfasst eine Fitnessgymnastik , Problemzonengymnastik mit Stretching, Aerobic für Einsteiger, Power-Aerobic und die Fitnessgymnastik für Männer.

Mit dieser Aufteilung wurde ein vielseitiges Angebot geschaffen, um möglichst viele Bedürfnisse auf sportlicher Ebene abzudecken.

Wir werden hoffentlich noch viele Stunden mehr mit Schwitzen und Stöhnen, aber auch mit Spaß und Freude gemeinsam verbringen


Gesundheitssport in der TSV

Auch der Bereich Gesundheitssport kommt in der TSV nicht zu kurz. Vor über 10 Jahren wurde die Yoga-Abteilung ins Lebens gerufen. Von Beginn an fand sich hier ein Kreis interessierter Teilnehmer/innen, die auch zum Teil heute noch mit viel Freude dabei sind. Die Gruppe wird von Frau Lore Gertz geleitet, die sie von Frau Mittrach – der Mitbegründerin – übernommen hat.

Aus der Yoga-Gruppe kam die Anfrage, ob wir noch eine Qigong-Gruppe einrichten könnten. Der Vorstand musste sich erst einmal darüber informieren, was Qigong eigentlich ist. Yoga, dass war ja schon bekannt, aber Qigong? Frau Frieda Weiß, unsere erste Qigong-Lehrerin, brachte uns das nötige Wissen nahe und wir starteten den Versuch, auch eine doch für europäische Maßstäbe sehr exotische Sportart in unser Programm aufzunehmen. Bei Qigong steht die geistige und körperliche Fitness als Einheit im Vordergrund. Der Zuspruch, den die Gruppe seit Bestehen erfahren hat, zeigt uns, dass wir auch hier auf dem richtigen Weg sind. Frau Weiß – die leider aus persönlichen Gründen ausgeschieden ist – hat uns mit Frau Edith Schäfer eine kompetente Nachfolgerin zur Seite gestellt.

Zum Gesundheitssport zählen auch die Bandscheibengymnastik mit Monika Zander und Franz Hanke und die Stressbewältigung mit Monika Thülig.

 
 


 
   

 

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