Ballsportarten

Tischtennis im Zeitraffer
Ich weiß dat nit mieh janz jenau – äwer ick gläuw dat wor esu!!!

Und so sollte es dann auch vor ca. 40 Jahren abgelaufen sein.

Ungefähr 1957 wurde die Bundeswehr aufgestellt und hierfür wurden die Jahrgänge 37-38-39 und 1940 zum Wehrdienst einberufen. Für den damaligen TTC Geislar war dieses Maßnahme das sportliche Aus. Die aktiven Tischtennisspieler wurden Soldaten und die jungen aktiven Damen wurden schnell geheiratet und Hausfrau oder Mutter.

Ein Fähnlein von sieben aufrechten Tischtennisspielern konnte die Kosten für Saalmiete, Spielbetrieb, Verbandsabgaben alleine nicht aufbringen; löste den TT-Club auf und schloss sich unter der Federführung von Alfred Gerlach ca. 1958/59 dem Turnverein Schwarz- und Vilich-Rheindorf an.

Unter dem Abteilungsleiter Wolfgang Lüngen wurden die Wettkämpfe bis in die Bezirksliga ausgetragen. Endspielteilnahmen sowie Trophäen um den Simoncup 1970 ließen die vereinseigene Turnhalle „Joseph Keller Heim“ für den Gegner zum wahren Hexenkessel werden. Getragen durch die sportlichen Erfolge expandierte die Abteilung Tischtennis, so dass ein Sporthallenwechsel nach Vilich nötig wurde. Bundesoffene Turniere um den Bürgermeister Steger Pokal wurden durch die Teilnahme Westdeutscher Meister, Deutscher Meister und Vizeweltmeister mit Erfolg gekrönt. Spieler der damals weiter sich auflösenden Vereine, DJK Don Bosco Beuel und Vilich Mülldorf, vergrößerten die TT-Crew des Turnvereins. Der größte Erfolg des Turnvereins Schwarz- und Vilich-Rheindorf war jedoch die Erringung des Westdeutschen Mannschaftspokals auf Kreisebene. 1971/72 übernahm Jürgen Engels die Geschicke der Abteilung.

Jo Engels

Mit der Fusion des Turnvereins Schwarz- und Vilich-Rheindorf und dem TV Beuel verlagerte sich das Spiellokal in die Turnhalle der Josefschule und die Schwerpunkte des Spitzensportes verliefen in die Breite. Der erfolgreiche Aufbau vereinseigener Jugendarbeit u. a. durch Erich Ufer, Chr. Marner, Hermann Fürderer, zahlte sich jetzt aus. Die bis dahin reine TT-Männerdomäne wurde durch die Neugründung von Damenmannschaften gebrochen.

Horst Krautscheid betreute nicht nur die Jugend und die Damen erfolgreich, sondern übernahm auch die Amtsgeschäfte nach knapp 10 Jahren von Jürgen Engels. Die Tischtennisabteilung der TSV mauserte sich zur größten im rechtsrheinischen Stadtgebiet von Bonn. Peter Schmitt löste mit dem Schwerpunkt Jugendarbeit Horst Krautscheid – er übernahm das Amt des Kassierers im Hauptverein – nach ebenfalls erfolgreicher und aufwendiger 10-jähriger Abteilungsleitung ab.

Seit 1986 entwickelte sich die Tischtennisabteilung zunächst zu einer Talentschmiede. In den Hochzeiten der Jugendarbeit konnte Peter Schmitt durch die Jugendlichen Ingo Schäfer, Jörn Plitzko, Thomas Kirchhoff, Carsten Richter und Benjamin Frings bis in die höchsten Jugendklassen Präsenz zeigen.

Heute wird in der Hauptsache Breitensport vermittelt. Der nahtlose Übergang in andere Vereine mit Leistungsorientierung ist gegeben.

In der Herrentruppe herrscht ein sehr kameradschaftlicher Umgang und der sollte auch in Zukunft nach dem Willen der Abteilungsführung beibehalten werden. Nicht mehr die Leistung ist im Vordergrund, sondern das harmonische Umgehen mit den Mannschafts- und Vereinskameraden.

Volleyball
„Die schweren Jungs von der Schäl Sick“ .....

So zu lesen am 24. Februar 1978 im General-Anzeiger Bonn.
Die 1. Herrenmannschaft der Abteilung Volleyball der TSV Bonn rrh.
war in die 1. Bundesliga aufgestiegen.

Seit der Gründung der Abteilung im Jahre 1964 kann sie auf viele
beachtliche Erfolge zurückblicken.

Die Volleyballabteilung der TSV war eine der größten in Nordrhein-Westfalen.
Sie nimmt in der Saison 1978/79 mit 14 Mannschaften an Meisterschaftsspielen teil.

Volleyball

1967 Deutsche Vizemeisterschaft und Westdeutsche Meisterschaft der weiblichen A-Jugend
1968 Deutsche Meisterschaft und Turnfestsieger beim Deutschen Turnfest in Berlin der weiblichen A-Jugend
1970 Deutsche Meisterschaft der weiblichen B-Jugend
Westdeutsche Vizemeisterschaft der weiblichen B-Jugend
Westdeutsche Meisterschaft der männlichen B-Jugend
1971 Westdeutsche Vizemeisterschaft der weiblichen B-Jugend
Westdeutsche Meisterschaft der männlichen A-Jugend
1972 DTB-Vizemeisterschaft der weiblichen Jugend
DTB-Vizemeisterschaft der männlichen Jugend
Aufstieg der 1. Damenmannschaft in die Regionalliga West
Anschluss der Damenmannschaft des KTV Südstern Bonn an die TSV
1973 Aufstieg der 1. Damenmannschaft in die Bundesliga
DTB-Meisterschaft beim Deutschen Turnfest in Stuttgart der weiblichen Jugend
Westdeutsche Vizemeisterschaft der weiblichen A-Jugend
Deutsche Vizemeisterschaft der Schülerinnen
Westdeutsche Vizemeisterschaft der Schülerinnen
1974 Aufstieg der 1. Herrenmannschaft in die Regionalliga
1977 Aufstieg der 1. Herrenmannschaft in die 2. Bundesliga
1978 Aufstieg der 1. Herrenmannschaft in die 1. Bundesliga
Aufstieg der 2. Herrenmannschaft in die Landesliga

Eng verbunden mit den Erfolgen der Volleyballabteilung sind die Namen Lisa und Horst Grüner und Hans Hacke. Leider beschloss der Vorstand 1979, die gesamte Volleyballabteilung (13 Mannschaften) an Fortuna Bonn abzugeben. Dies war wegen der finanziellen Situation erforderlich.

Den Bemühungen des damaligen 2. Vorsitzenden Hermann Düppers ist es zu verdanken, dass 1981 eine Hobby-Mixed-Volleyballabteilung gegründet wurde. Auch hier blieb der Erfolg nicht lange aus. 1983 wurde die Mixed-Mannschaft schon Stadtmeister.

Die Abteilung besteht heute aus zwei Hobby-Mixed-Mannschaften und einer Herrenmannschaft. Die 1. Mannschaft spielt in der Verbandsliga. Sie ist bei zahlreichen Turnieren dabei, mit zum Teil recht guten Ergebnissen. Auch Beach-Turniere auf Borkum und Norderney gehören dazu.

Die 2. Mannschaft spielt mit Erfolg in der Kreisliga. Auch sie nimmt an Turnieren teil.

Zu der Abteilung gehören noch zwei Jugendgruppen. Hier hat sich noch keine Mannschaft gebildet.

Der Hobby-Mixed-Volleyball der TSV ist erfolgreich. Wir können uns sehen lassen.

Prellball
- Marlene Modigell – immer aktiv

Das Prellballspiel wurde 1965 von der Männerriege ins Leben gerufen. 1968 nahmen die Herren an Turnieren teil. Die Mannschaft stieg auf in die Bezirksklasse.

1979 besuchte ich das Deutsche Turnfest in Hannover. Die vielen Sportler mit ihren Darbietungen und Vorführungen zogen mich voll in die Begeisterung mit ein. Der Höhepunkte und Abschluss eines jeden Turnfestes ist der Umzug durch die Stadt. Für mich als unvergesslich bleibt, als Hermann Düppers, zu der Zeit 2. Vorsitzender, in die Reihe kam und jeder TSV-Turnerin eine Rose überreichte. Von nun an gehörte ich zu der Prellball-Abteilung.

Jeden Montag fand das Training in gemischter Gruppe statt. Nun wurde es ernst, ein Schiedsrichter musste her. Erika Müller und ich drückten noch einmal die Schulbank, um den Schiedsrichterausweis zu erwerben.


In den vergangenen Jahren wurde eine Vielzahl von Turnieren besucht. Ein besonderer Kontakt wurde dabei zu der Prellballgruppe vor dem Haarentor ein Oldenburg bei gegenseitigen Besuchen gepflegt.

Bowling
– ausgewogene Mischung von Ernst und Geselligkeit

Die Abteilung Bowling wurde im Mai 1979 ins Leben gerufen. Zu den Gründungsmitgliedern zählten etwa 10 Bowlingfreunde, von denen Gabriela Birkholz, Bernd Effelsberg, Heidi Molberg, Theo Molberg und Arno Osthold noch heute aktiv sind.

Im Verlauf der Jahre wuchs der Mitgliederbestand zunächst stetig bis auf einen Höchststand von 60 Personen an. Heute zählt die Abteilung 23 Herren, 11 Damen und 7 Jugendliche.

Zum Sportprogramm zählen neben dem wöchentlichen Vereinstraining im Bowling-Center Beuel die Durchführung von Vereinsmeisterschaften, die Teilnahme von Damen, Herren und Jugendmannschaften an den Ligawettkämpfen des Landes NRW, die Teilnahme am Pokalwettbewerb des Landes NRW, sowie die Teilnahme an den Westdeutschen Meisterschaften im Einzel, Doppel und Mixed. Auch der Besuch von Turnieren und Stadtmeisterschaften steht für Erwachsene und Jugendliche auf dem Terminplan.

Erfolge gab es einige. So wurden insbesondere sowohl von den Erwachsenen als auch den Jugendlichen oftmals Spitzenplätze bei den Westdeutschen Meisterschaften erzielt, die die Qualifikation für die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften bedeuteten.

In den Ligawettbewerben haben sich durch mehrfachen Aufstieg sowohl die Damen als auch die Herren in der Verbandsliga, der zweithöchsten Klasse des Landes NRW, etabliert.

Zur Geselligkeit trägt das alljährliche Weihnachtsbowling bei. Hier ist Bowling von besonderer Prägung angesagt. So müssen z. B. Rechtshänder mit links und Linkshänder mit dem rechten Arm spielen, wirft man die Bowlingkugel rückwärts durch die Beine oder muss, allen sportlichen Regel zum Trotz, möglichst wenige Pins treffen oder Bilder werfen, die den anderen da Abräumen unmöglich oder zumindest besonders schwer machen.

Die ausgewogene Mischung zwischen sportlichem Ernst und Geselligkeit, sowie die freundschaftliche Verbundenheit aller Mitglieder quer durch alle Altersstufen und insbesondere auch die freundschaftliche Beziehung zu den Betreibern des Bowling-Center Beuels führen dazu, dass man sich in der Abteilung wohl fühlt.

Leider wurde diese Abteilung im Jahre 1999 aufgegeben. Zum einen weil das Bowling-Center Beuel nicht mehr den Anforderungen entsprach und eine neue Spielstätte nicht gefunden werden konnte, zum andern, weil der Nachwuchs ausblieb und so keine Perspektive mehr zu finden war.

Spiel, Satz und Sieg
Die Tennisabteilung in der TSV

Eine Tennisabteilung gründen? Was am Anfang, Mitte der 70er Jahre, nur eine Idee in den Köpfen des TSV-Vorstands war, entwickelte sich bald zu einer lebenskräftigen Abteilung von Tennisbegeisterten.
T-Mannschaftsbild

Die Stadt Bonn überließ per Verpachtung ein Grundstück hinter der Ringstraßen-Turnhalle, drei rote Allwetter-Spielplätze wurden angelegt, ein Holzhäuschen als Umkleideraum aufgestellt, und bereits im Mai 1980 – die Abteilung zählt inzwischen 68 Mitglieder – kann das erste Turnier starten.

Unter der Leitung von Walter Krämer ging es von da an stetig aufwärts: Die Mitgliederzahlen klettern (Höhepunkt 1985: 152 Mitglieder), Ranglistenspiele, Turniere, Clubmeisterschaften, ja sogar Autorallyes und Frühstückswanderungen wurden organisiert. Die erste Herrenmannschaft meldete sich 1983 erstmalig zur Teilnahme an den Meisterschaftsspielen des Tennisverbandes Mittelrhein. Auch das Jugend- und Mannschaftstraining nimmt einen Aufschwung, und selbst das gesellige Leben außerhalb des Spielplatzes kommt nicht zu kurz; die Advents- und Weihnachtsfeiern sind gut besucht und verstärken die persönlichen Kontakte der Mitglieder.

Nachdem Manfred Hecht 1984 die Leitung der Abteilung übernommen hat, beteiligt sich auch eine Damenmannschaft und eine Juniorenmannschaft an den TVM-Meisterschaftsspielen. Und 1987 schafft die 1. Herrenmannschaft den Aufstieg in die 2. Kreisliga. Ab 1988 spielen dann mit den Jungseniorinnen und Jungsenioren drei Mannschaften in der Verbandsmeisterschaft und in der Winterhallenrunde.

Das wackelige Holzhäuschen hatte 1989 ausgedient und wurde in Eigenleistung durch ein solide gemauertes Clubhaus ersetzt. Es umfasst einen hellen, gemütlichen Versammlungsraum und einen Umkleide- sowie Abstellraum.

 Tennisplatz
 

1993 gibt es dann einen weiteren Wechsel im Amt der Abteilungsführung: Paul Losem leitet die Abteilung zunächst kommissarisch, ab 1994 als gewählter Abteilungsleiter. Gleich zu Beginn seiner Amtszeit war die Erneuerung des Kunststoffbelages der Spielplätze fällig.

Die augenblickliche Situation wird durch zwei Tendenzen bestimmt: Die sportliche Aktivität der Abteilung nimmt weiter zu; denn seit 1996 gibt es zusätzlich zu den drei bestehenden Mannschaften eine Seniorenmannschaft, die sich in der Hobby-Runde mit steigendem Erfolg durchsetzt. Die Mitgliederzahl dagegen ist leicht rückläufig, steigt aber hoffentlich bald wieder an.


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